Zur Geschichte des MGV 1891 Girkhausen

Von Neuaufbau bis zum 75jährigen 1947 - 1966

Nach dem 2. Weltkrieg konnte der MGV erst 1947 wieder langsam an den Aufbau gehen und mit einem kleinen Konzert sich der Dorfgemeinschaft vorstellen. Danach ging es aber stetig bergauf. 1951 feierte der Verein sein 60jähriges Bestehen im Saale der Wirtschaft Lückel zusammen mit dem MGV "Erholung" Berleburg und Abordnungen des MGV "Germania" Berleburg und des MGV "Eintracht" Berghausen. Auch konnten hier erstmals wieder langjährige treue Mitglieder für 40- und 25jährige aktive Tätigkeit geehrt werden.


Der MGV 1891 Girkhausen im Jahre 1951

In den folgenden Jahren knüpfte der MGV an alte Traditionen an und besuchte Sängerfeste benachbarter Vereine und beteiligte sich mit gutem Erfolg 1955 am Wertungssingen in Laasphe.


Das Jahr 1956 hat für die Girkhäuser Sänger eine besondere Bedeutung. In diesem Jahr kehrte die lang vermisste Vereinsfahne nach Hause zurück.

Durch amerikanische Soldaten 1945 als Souvenir entführt, kam sie 1956 durch den Kaufmann Alfred Hartkopf, der sie von einer Geschäftsreise aus Texas/USA mitbrachte, nach Deutschland zurück. Da der Ortsname auf der Fahne stand, war die Heimat der selben schnell gefunden. Herr Hartkopf und seine Freunde, Herr Alfred Derksen und Herr Otto Krafft, beides altgediente Sangesbrüder aus Kornwest- heim und Ludwigsburg, machten sich dann auf den Weg nach Girkhausen, um die Fahne ihren rechtmäßigen Besitzer wieder zu übergeben. Aus Dankbarkeit für soviel Selbstlosigkeit machte der MGV "1891" Girkhausen die "Drei Schwaben" zu Ehrenmitgliedern des Vereins. Leider leben sie alle Drei nicht mehr, jedoch wird sie der MGV nicht vergessen.

 

1956 - Rückkehr der entführten Fahne aus Texas / USA



1956 - Fahnenübergabe durch die "Drei Schwaben" Alfred Hartkopf, Otto Krafft, Alfred Derksen.


In den folgenden Jahren bemühte man sich um neue Mitglieder, und so konnte unser Dirigent wieder mit 35 Aktiven arbeiten. Im Juni 1965 nahm der MGV erstmals wieder an Wettstreiten in Berghausen und Grevenbrück teil und konnte 1966 auf 75 Jahre des Bestehens zurückblicken. Es war das erste echte Jubiläum, das der Verein feiern konnte. Mit einem Freundschaftsingen am 18. und 19. Juni unter Teilnahme von 16 Wittgensteiner Chören und zwei Chören aus dem Sauerland beging der Verein seinen 75. Geburtstag.



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